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Unsere Arbeit mit Paaren ist erfahrungs- und handlungsorientiert und lösungsoffen.
Wenn Paare zur Paartherapie kommen, dann steht oft viel auf dem Spiel, es geht um die Existenz des Paares, den Erhalt der Familie, um die wirtschaftliche Existenz, um die Rettung der Liebe. Paartherapie
in einer solchen Situation ist das für alle Beteiligten ein Wagnis, wo es keine Rezepte mehr gibt.
Dem Gestalt-Ansatz gemäß geht es uns zunächst um einen Prozess der Bewusstwerdung der eigenständigen Bedürfnisse und Ressourcen der beiden Partner und in diesem Zusammenhang um das Aufarbeiten von Unerledigtem aus der individuellen und der gemeinsamen Geschichte.
Auf diesem Hintergrund kann es möglich werden, die sich scheinbar ausschließenden Dualitäten der beiden Partner als sich ergänzende Polaritäten (wieder) zu entdecken. In Experimenten, die mit der
Inszenierung der einzelnen Schritte und Figuren des Beziehungs-Tanzes zwischen Eigenständigkeit und Verbundenheit, Nähewünschen und Distanzbedürfnis, Beherrschung und Unterordnung, Geben und
Nehmen... zu vergleichen sind, kann es gelingen, die Paar-Identität durch neue Perspektiven und Handlungs- möglichkeiten zu erneuern: eingefahrene Muster, überholte Fixierungen hinter sich zu lassen, die Partner zu ermutigen, wieder nach vorn zu schauen, Neugier füreinander zu neu zu entwickeln und unter dem Schutt von alten Verletzungen und Verhärtungen die gegenseitige Liebe wieder zu entdecken und wieder zu beleben.
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